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das neue Zauberwort: Community |
Die virtuelle Community ist derzeit das
Modewort im Online-Marketing. Große Unternehmen investieren Unsummen in
den Aufbau ihrer Community, die Hersteller von professioneller
Community-Software machen gute Geschäfte. Doch was steckt überhaupt
dahinter? Community = engl. für "Gemeinschaft" Das Wort zu übersetzen ist noch keine Kunst; doch bringt es uns bereits einen Schritt weiter. Eine Website soll also zur Gemeinschaft werden - oder besser ausgedrückt: rund um die Website soll sich eine Gemeinschaft bilden. Gemeinschaft entsteht durch Gemeinsamkeiten: gleiche Sprache, gleiche Herkunft, aber meist noch intensiver durch gleiche Interessen, Neigungen oder gleiche Aufgaben. Gemeinschaften bilden sich vielfach in der realen Welt heraus; denken Sie nur an die unzähligen Vereine, an Stammtische oder an die wöchentliche Kegelrunde. Das reale Treffen in Kneipen wird in der virtuellen Welt ersetzt durch die Website der Community. In Diskussionsforen und anderen Kommunikationskanälen wie Mailinglisten oder Chats tauschen sich die Mitglieder der Community aus. Der Betreiber der Community hat die Aufgabe, die Diskussionen am Leben zu erhalten bzw. erst einmal zu initiieren. Nicht zum Thema passende (oder gar rechtswidrige) Beiträge werden sinnvollerweise gelöscht. Zudem stellt er der Community weitere Informationen und Ressourcen zur Verfügung: Buchempfehlungen, Software oder Linksammlungen. Nutzen für alle Beteiligten Die Mitglieder einer Community nutzen die Website, um sich über ihre gemeinsamen Interessen und Probleme auszutauschen. Dabei entstehen soziale Bindungen, die auch die Bindung an die Website erhöhen. Gleichzeitig "erzeugen" die Diskussionen zu einem bestimmten Themenbereich nützliche Inhalte, die vom Betreiber der Community ausgewertet werden können und den anderen Besuchern der Site als Wissensquelle dienen. Darüber hinaus sind die Beiträge in einem Forum ein sehr guter Gradmesser für die Zufriedenheit der Besucher mit einer Website. Die unmittelbar mögliche Rückmeldung kann und soll zur steten Verbesserung einer Website genutzt werden. Wie entsteht denn nun eine Community im Web? Im Prinzip gibt es zwei sinnvolle Wege, eine Community im Web zu etablieren. Hat man genügend Ressourcen für Promotionmaßnahmen zur Verfügung, so kann man mit einer "leeren" Community starten. Man stellt eine Diskussionsplattform ins Web und startet mit der Werbung für die entstehende Community. Doch hat man hier das "Erster-am-Buffet-Syndrom": niemand will der erste sein, der sich in einem (leeren) Forum einträgt. Also muß man nachhelfen und selbst für einen Start der Diskussionen sorgen, indem man eigene Beiträge verfaßt. Sinnvoller ist es allerdings, eine Community um eine bestehende Website aufzubauen bzw. eine Website zur Community zu erweitern. Der Vorteil liegt auf der Hand: eine bereits etablierte Site hat einen festen Besucherstamm, der womöglich schon darauf wartet, in einem Forum über das Thema der Website diskutieren zu können. Die regelmäßigen Besucher einer bestehenden Site kennen die Artikel auf dieser Site bereits und so haben alle Mitglieder der Community eine gemeinsame Wissensgrundlage, auf der die Diskussionen aufsetzen können. Egal wie Sie die Community starten, wichtig ist die ständige Betreuung der Diskussionen. Achten Sie darauf, daß die Beiträge zum Thema passen; beleidigende, sittenwidrige oder rechtswidrige Beiträge von Mitgliedern müssen Sie umgehend löschen. Denn Sie als Betreiber sind für die auf Ihrer Site veröffentlichen Dinge verantwortlich - auch wenn diese von jemand anderem im Forum geschrieben wurden. Ein Forum ist nicht alles Vergessen Sie nicht, daß zu einer Community mehr als nur ein (gut besuchtes und gut geführtes) Forum gehört. Wichtig ist die Bereitstellung weiterer Informationen zum Thema wie etwa aktuelle Nachrichten, Software zum Download, Buchempfehlungen oder Links auf andere Websites. Einen Chat auf Ihrer Site einzurichten, sollten Sie sich allerdings gut überlegen. Aller Erfahrung nach tendieren Chats dazu, in belanglose Unterhaltung auszuarten. Dies mag für Entertainment-Sites durchaus akzeptabel, ja sogar gewünscht sein, für eine Finanz-Community aber ist kindisches Geschwätz im Chat nicht eben imagefördernd. (Und Sie glauben nicht, wie kindisch es im Chat selbst von seriösen Websites zugeht.) Zudem haben Sie das Problem, daß zum Chatten immer mindestens zwei Besucher zeitgleich auf Ihrer Site sein müssen - und diese auch Lust zum Chatten verspüren sollten. Dies ist für eben erst startende Websites mit einer geringen Besucherzahl sehr oft nicht der Fall - und nur ein leeres Forum ist noch langweiliger als ein leerer Chat. >> Links zum Thema >> Buchempfehlung: Net Gain - Märkte erobern mit virtuellen Communities. |
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